09 Oktober 2017

[Rezension] Ein Jahr zum Leben (Die Jahr-Reihe 1) von Emilia Fuchs





eBook: 3,99 €
287 Seiten
erschienen am 03. August 2017
im Impress Verlag












**Finde dich selbst auf dem Weg in die Stadt der Liebe**
Das neue Jahr beginnt für Eve mit einer Liste von Vorsätzen. Sie sollen ihr nach einem furchtbaren Verlust wieder ins Leben zurückverhelfen – das war zumindest der Plan. Aber auch sechs Monate später hat sie noch immer keinen Punkt der Liste in die Tat umgesetzt, bis sie dem unverschämten Ben begegnet. Stets einen lockeren Spruch auf den Lippen, gelingt es ihm, Eve aus der Reserve zu locken und zu einem Deal zu überreden: Gemeinsam machen sie sich auf nach Frankreich, vorbei an alten Schlössern und blühenden Lavendelfeldern. Doch Eve weiß nicht, dass Ben mit dieser Reise vor etwas davonläuft…

//Alle Bände der gefühlvollen New Adult Reihe:
-- Band 1: Ein Jahr zum Leben (Die Jahr-Reihe 1)
-- Band 2: Ein Jahr voller Leben (Die Jahr-Reihe 2)//

Alle Bände der Reihe können unabhängig voneinander gelesen werden und haben ein abgeschlossenes Ende.






Ein Jahr zum Leben ist der erste Teil der Jahr Reihe von Emilia Fuchs. Die Autorin hat dieses Werk erst in Eigenregie auf den Markt gebracht – die Neuauflage erfolgte jetzt über den Impress Verlag. Ein Jahr zum Leben ist das Debüt von Emilia Fuchs und aufgrund dessen war ich sehr gespannt auf die gesamte Geschichte, der Klappentext ließ schönes erwarten.
Das Cover ist farblich harmonisch – mir vielleicht etwas zu unruhig mit all den vielen Details. Allerdings ist das genau auf die Geschichte abgestimmt und passt daher perfekt.

Eve ist 20 Jahre alt und hat mit einem herben Verlust zu kämpfen, wodurch ihr jeglicher Antrieb und jegliche Perspektive fehlt. Aufgezwungene Aufgaben – wie die Liste der guten Vorsätze – bleiben unangetastet und die Angst vor dem hinterlassenen Brief ihres Vaters wächst immer weiter. Erst als Ben in Ihr Leben tritt und die beiden sich auf Ihre Reise begeben verändert sich die Welt von Eve….  
Bis hierhin konnte ich Eve in ihrem Verhalten verstehen – Trauer, Ängste, Lustlosigkeit – all das war für mich nachvollziehbar – auch diese völlige NullBockStimmung. Im ersten Moment tat ich mich schwer, Eve in diese naive Rolle gedrückt zu sehen, das sie auf einmal mit einem wildfremden Kerl und dann noch auf einem Motorrad durch die Weltgeschichte reißt und auf ein Abenteuer begibt. Die Ängste aufgrund des Fahrstihls konnte ich aber dennoch gut nachvollziehen – würde mir auf einem Motorrad nicht anders gehen… Für die Geschichte ist diese Entwicklung aber eigentlich genau richtig – das trübsinnige schwindet immer mehr in den Hintergrund und die Geschichte gewinnt an Charme, Witz und Humor.

Ben versucht es Eve zu ermöglichen Ihre Vorsätze zu erfüllen. Mehr oder minder gefallen Eve die Ideen … generell sind sie eher selten einer Meinung, daher ergibt hier oft ein Wort das andere. Ich habe mich dadurch wahnsinnig unterhalten gefühlt und kam manchmal aus dem Lachen nicht heraus. Ben hat mir als Protagonist mit seiner lockeren Art schon wirklich sehr gut gefallen.

Trotz der Unstimmigkeiten kommen die beiden sich näher. Sie öffnen sich immer mehr und geben dem anderen Halt und Verständnis. Obwohl ich sagen muss, das Eve doch leider häufiger auf dem Schlauch stand. Gerade auch so in eindeutigen Situationen die einem als Leser völlig verständlich und klar erscheinen, waren für Eve eher ein böhmisches Dorf und sie hat es einfach nicht verstanden. Das ist für mich eher ein kleines Manko und ich hätte mir gewünscht man würde Eve mehr zutrauen als dieses Verhalten. 






Ein Jahr zum Leben hat mich sehr berührt, mit all seinen traurigen Momenten und doch hat er mich viel öfter zum Lachen und Schmunzeln gebracht. Ich bin überrascht über dieses stimmige Debüt.






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