11 August 2017

[Rezension] Wie das Feuer zwischen uns (Romance Elements 2) von Brittainy C. Cherry



eBook: 9,99 €
Print: 12,90 €
Broschiert: 384 Seiten
Verlag: LYX (21. Juli 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3736303564
ISBN-13: 978-3736303560
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren







Es gab einmal einen Jungen, den ich liebte.

Logan Francis Silverstone und ich waren das komplette Gegenteil. Ich tanzte, er stand still. Er brachte kein Wort heraus, ich hörte nie auf zu reden. Er konnte sich kaum ein Lächeln abringen, während ich zu keinem einzigen finsteren Blick fähig war.

Doch in der Nacht, als er mir die Dunkelheit zeigte, die in ihm tobte, konnte ich nicht wegsehen.

Wir waren beide zerbrochen und zusammen doch irgendwie ganz. Alles an uns war falsch, und doch fühlte es sich irgendwie richtig an.
Bis zu dem Tag, als ich ihn verlor.

Es gab einmal einen Jungen, den ich liebte.

Und ich glaube, ein paar Atemzüge lang, für einige wenige Momente liebte er mich auch.





„Wie das Feuer zwischen uns“ ist der zweite Roman den ich von der Autorin Brittainy C. Cherry lese. Bereits den ersten fand ich super emotional – mit klitzekleinen Schwächen.
Doch dieser Band toppt bisher alles.
Ich bin ja schon oft nah am Wasser gebaut – aber diese Geschichte hat mich an meine Grenzen gebracht – ich kam mir wirklich schon vor wie eine Heulsuse und habe „Rotz und Wasser“ geheult.
Dieser Band ist so emotional, so lebendig, so traurig, so verzweifelt, so stark, so liebevoll, so erschütternd, so mutig, so gefühlvoll. Ich kann es alles gar nicht in Worte fassen.

Die Geschichte handelt von Logan und Alyssa


»Du bist okay, Logan Francis Silverstone.«
»Ich bin okay, Alyssa Marie Walters.«


Es beginnt mit einem tollen Prolog der einem quasi vor Augen hält, wie die beiden sich
kennengelernt haben und geht dann über in den ersten Teil des Romans. Dieser ist nämlich in zwei Teile gesplittet – der erste spielt zu jüngeren Zeiten und der zweite ist dann etliche Jahre später …

         »Gute Nacht, bester Freund«, sagte ich leise.
         »Gute Nacht, beste Freundin«, antwortete er seufzend.


Man erfährt viel über die Vergangenheit von Logan. Ich war regelrecht entsetzt und überwältigt zugleich. Entsetzt in welchen Verhältnissen er aufwächst und überwältigt darüber, was er alles durchmachen musste und wie er es doch geschafft hat, so ein guter Kerl zu bleiben.
Logan ist toll – er ist einzigartig. Er hat scheussliche Eltern – wirklich alle beide sind einfach nur der pure Horror. Sein Leben ist der pure Horror.

Ich war besser als meine Eltern.

Ich musste es sein.

»Bist du nicht. Du trägst das Schlimmste von uns beiden in deiner Seele.

Kellan ist ein guter Junge. Er wird zurechtkommen. Aber du?« Sie verteilte noch zwei Lines. »Ich garantier dir, mit fünfundzwanzig bist du tot.«

Mein Herz.

Es hörte auf zu schlagen.

Ein Schock durchfuhr mich, als diese Worte über ihre Lippen kamen. Sie

verzog keine Miene, als sie es sagte, und ich spürte, wie ein Teil von mir starb. Ich wollte das Gegenteil von dem tun, was sie von mir erwartete. Ich wollte stark sein, stabil, wert sein zu leben.

Aber ich war ein Hamster im Rad.

Ich lief und lief und kam trotzdem nicht vom Fleck.


Das einzige was ihn quasi aufrecht hält, ist sein Halbbruder Kellan und Alyssa. Kellan ist toll. Es wundert mich, das so eine Mutter so einen Jungen haben kann – wobei das hier eher dem reichen Vater zu verdanken ist. Kellan ist liebenswürdig, er lebt das Leben – was man sich für Logan wünschen würde – in geregelten Verhältnissen. Kellan kümmert sich immer mal wieder um seine Ma und Logan. Wobei die Ma einfach ein hoffnungsloser Fall ist. Er ist sanftmütig, stark und einfach grandios. Bereits am Anfang hab ich ihn wahnsinnig liebgewonnen und man hat die Verbindung dieser beiden unterschiedlichen Brüder wirklich gemerkt.


Kellan winkte. Bevor er durch die Wohnungstür trat, rief ich noch einmal seinen Namen. »Ja?«, fragte er. Ich zuckte mit der linken Schulter. Er zuckte mit der rechten. Das war unser Zeichen, mit dem wir uns sagten: »Hab dich lieb.« Er bedeutete mir sehr viel. Er war der Mensch, der ich einmal werden wollte. Aber wir sind Männer. Und Männer sagten nun mal nicht »Ich hab dich lieb«. Wenn ich ehrlich war, sagte ich das zu niemandem.


Alyssa ist auch ganz großartig. Ein starkes junges Mädel, mit einem starken Willen und einem weichen Herz. Zudem einer ebenso grausamen Mutter wie bei Logan – nur auf andere Art und Weise. Irgendwie sind die beiden absolute Gegensätze und hier passt das Sprichwort „Gegensätze ziehen sich an“. Dieses ändert sich auch im zweiten Teil des Buches nicht. Der sogar noch dramatischer und packender ist, als der erste Teil. Noch mehr Emotionen und noch mehr Tiefen die einen reinreiten in ein Chaos der Gefühle. Es passiert so viel und ist so berührend, dieses Buch ist einfach der pure Wahnsinn.


Aber ich brauche dich. Ich brauche dich als meine Freundin.

Aber das muss alles sein. Denn ich kann dir nicht noch einmal wehtun. Ich kann nicht mit dir zusammen sein, aber ich brauche dich. Ich brauche dich. Wir werden nicht über die Vergangenheit reden. Wir werden uns keine Gedanken um die Zukunft machen. Aber wir werden einfach wir sein. Freunde. Hier und jetzt. Wenn das für dich okay ist? Denn ich vermisse es zu lachen, und mit dir habe ich immer gelacht. Ich vermisse es zu reden, und mit dir konnte ich immer reden. Ich vermisse dich. Und deshalb habe ich mich gefragt: Können wir wieder Freunde sein?«


Man lernt einen anderen Logan kennen. Eine andere Alyssa. Und doch sind sie gleich. Ich weiß auch nicht wie ich es beschreiben soll. Sie sind gereift, haben sich weiterentwickelt und doch stehen sie immer noch am selben Punkt wie früher.

Ihr müsst es einfach lesen. Ihr kommt gar nicht drum herum. Ihr werdet dieses Buch lieben. Ihr werden Logan, Alyssa und Kellan lieben.





Eine Geschichte die mich so in den Wahnsinn getrieben hat. Eine Geschichte die mir in so vielen Momenten die Tränen in die Augen trieb – die mir so wahnsinnig ans Herz ging und mich die Verzweiflung spüren lässt. Und doch auch die Hoffnung – die Hoffnung das alles gut wird und sich zum Guten wendet.
  

»Für immer, High?«

»Für immer, Lo.«




Andere Meinungen zu diesem Buch findet ihr unter anderem bei Books - The Essence of Life 



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