05 Juli 2017

[Rezension] We could be heroes von Laura Kuhn



eBook: 3,99 €
Print: 7,99 €
Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Carlsen (24. März 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551316910
ISBN-13: 978-3551316912
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren












**Platz 1 des Schreibwettbewerbs von tolino media und Carlsen Impress!**
 Der Umzug aufs Land kommt für Lou gerade recht. Denn seit sie ihre beste Freundin geküsst hat und von ihr zurückgewiesen wurde, weiß Lou gar nicht mehr, was los ist. Doch dann trifft sie in ihrer neuen Schule die schöne und geheimnisvolle Elia und es ist, als hätte ein Blitz in ihrem Leben eingeschlagen. Lou fällt es nicht leicht, mit ihren Gefühlen umzugehen, doch sie will zu ihnen stehen – egal, was passiert.



„We could be heroes“ ist das Debüt von Laura Kuhn.
Das Cover ist sehr farbenfroh und bunt und erinnert einem an einen leichten heiteren Sommerroman.

Für mich ist dieses Buch aber alles andere als heiter. Der Schreibstil ist leicht, locker und flüssig. Man kommt ganz hervorragend ins Lesen und hat überhaupt gar keine Probleme in die Geschichte hinein zu finden.
Lou ist ein junges Mädel, welches in der Schule eher eine Außenseiterrolle einnimmt, wäre da nicht ihre beste Freundin. Lou ist ansonsten recht taff, nicht wirklich eine graue Maus und steht zu sich selbst. Das hat mich schon irgendwie beeindruckt. Lou als Type mochte ich wirklich sehr gerne, ihre Art … ihre Gedanken … sie war mir vom Fleck weg sympathisch. Auch ihre Ambitionen zu ihrer besten Freundin waren süß dargestellt und sehr gut nachvollziehbar.

Auch die anderen Charaktere haben mir wahrlich gut gefallen. Ich mochte das Verhältnis zwischen Lou und Ihrem Bruder. Generell hat mir die ganze Familie wunderbar gefallen - harmonisch, liebevoll – wie man sich so eine Familie halt vorstellt. Auch die beste Freundin ist zum Ende hin wieder sehr süß und die neuen Freunde von Lou sind einfach grandios. Gerade Tina die kein Blatt vorm Mund nimmt.

Elia war für mich nicht greifbar. Es ist zu wenig von ihr preisgegeben worden, als das ich wirklich einen Zugang zu ihr gefunden hätte. Sie war mir zu undurchsichtig und es hat mir einfach etwas die Persönlichkeit gefehlt.

Generell hat mir die Geschichte gut gefallen. Allerdings muss man klar sagen, dass es Stellen gibt, die sich wirklich in die Länge ziehen (hätte nicht sein müssen) und andere, die man ausführlicher hätte haben wollen – kurz abgehandelt werden. Die Geschichte trödelt lange vor sich hin und nimmt zum Ende erst richtig Fahrt auf. Das finde ich schade. Auch das Zwiegespaltene hinsichtlich der Neigung zu Frauen habe ich hier bei dem jungen Mädel etwas vermisst – das wurde immer mal kurz angerissen, war mir aber einfach zu wenig.



Eine schöne Geschichte mit einem schönen Ende. Ich bin gespannt, wie die weiteren Werke der Autorin werden und ob eine Entwicklung zu erkennen ist.





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