05 Juni 2017

[Rezension] Winterseele. Kissed by Fear von Kelsey Sutton



eBook: 9,99 € 
Print: 12,99 € 
Taschenbuch: 352 Seiten 
Verlag: Ravensburger Buchverlag; Auflage: 1 (19. April 2017) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3473585084 
ISBN-13: 978-3473585083 
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren 
Originaltitel: Some Quiet Place






 Niemand weiß, dass Elizabeth Caldwell die Gabe besitzt, Gefühle in menschlicher Gestalt zu sehen. Sehnsucht, Mitleid, Wut - sie alle halten sich von Elizabeth fern, denn sie zeigt als einzige Sterbliche keine Reaktion auf ihre Berührung. Allein der Angst und Schrecken verbreitende Fear wird bei ihr schwach. Er ist besessen davon herauszufinden, welche Macht Elizabeth zu dem gemacht hat, was sie ist ...




Das Cover finde ich äußerst ansprechend. Es birgt eine düstere Art – die Protagonistin ist nicht zu erkennen und farblich ist es gut aufeinander abgestimmt. Die Idee hinter dieser Geschichte fand ich äußerst interessant – Emotionen in menschlicher Gestalt und eine Protagonisten die absolut emotionslos ist. Diese Bestandteile – die aus dem Klappentext bereits hervorgingen – haben mich total angesprochen und ich war total gespannt, ob die Autorin auch dieses so rüberbringen konnte.

Elizabeth ist emotionslos – sie kann gar keine Gefühle empfinde – keine Angst, Wut, Freude, Liebe … nichts … nada … allerdings kann sie die Emotionen der Menschen um sie herum sehen. Und zwar nicht in Form von Mimik, sondern eine Emotion in wirklich menschlicher Gestalt, welche genau neben den Mensch zu sehen ist. Die Autorin hat diese Emotionslosigkeit der Protagonistin ganz wunderbar aufs Blatt Papier gebracht. Es kam bei mir als Leserin an, leider wurde das Buch auch etwas schwermütig dazu. Aber dies bleibt nicht aus, wenn man einen Charakter hat der wirklich keine Gefühle zeigen kann und den man am liebsten aus seiner Welt schütteln möchte.
Elizabeth ist aufgrund Ihrer Gabe – oder mag man es in dem Zusammenhang schon als Fluch bezeichnen? – ein Außenseiter. Auch wenn sie sich noch so viel Mühe gibt – sie wird gemieden. Denn andere merken, das etwas mit ihr nicht in Ordnung ist und sie so völlig anders als alle anderen ist. Somit ist sie bis auf wenige Ausnahmen alleine. Sogar ihre Eltern haben keine Gefühle zu ihr – die Mutter akzeptiert sie nicht als ihr Kind und vom Vater mag ich gar nicht sprechen – der ist unter der Gürtellinie. Zum Glück hat Elizabeth ihre beste Freundin und ihren Klassenkameraden Joshua, die zu ihr halten. Und Fear – die Angst. Fear der als einzige Emotion – in männlicher Gestalt -  sich an Elizabeth herantraut und hinter ihr Geheimnis kommen will und ihr helfen möchte … auch scheint er ihr nicht ganz abgeneigt zu sein.
Elizabeth versucht zusammen mit Fear und Joshua  hinter ihre Gabe zu kommen und bringt sich dadurch immer wieder in spannende Situationen.

Die Auflösung zum Schluss hin war für mich nicht zu 100 % zufriedenstellend und trotzdem war dieses Buch ein reines Lesevergnügen. Es hatte einige Passagen die sich etwas gezogen haben, aber trotzdem hatte es mich so sehr gefangen, dass ich es lesen musste.
Winterseele ist ein magisches und düsteres Buch welches mich wirklich fasziniert hat. Diese Gefühle bzw. Emotionslosigkeit so in einem geschriebenen Wort niederzuschreiben, ist schon faszinierend und wahrlich eine Kunst.


Es ist eine durchweg fesselnde und magische Geschichte mit einem düsteren Tenor. Ich habe es wirklich gerne gelesen und empfehle jedem das Buch weiter, der nicht so zart besaitet ist und auch düsteren Geschichten eine Chance gibt.






 

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