[Rezension] Der Prinz der Elfen von Holly Black



eBook: 13,99 €
Print: 16,99 €
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: cbt (3. April 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570164098
ISBN-13: 978-3570164099
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren











Holly Black ist zurück - mit einer grandiosen Elfenfantasy!


Die Geschwister Hazel und Ben leben in dem Ort Fairfold, der an das magische Elfenreich grenzt. Seit Jahrzehnten steht dort, mitten im Wald von Fairfold, ein gläserner Sarg, in dem ein Elfenprinz schläft – von Touristen begafft und von der Bevölkerung argwöhnisch beäugt, auch wenn Hazel und Ben die alten Geschichten nicht glauben. Seit Kindertagen fühlen sie sich zu dem schlafenden Jungen magisch hingezogen, ihm vertrauen sie alle ihre Geheimnisse an. Inzwischen ist Hazel 16 und küsst immer neue Jungs, um die Leere in ihrem Herzen zu füllen. Doch als eines Tages der Sarg leer ist und der Prinz erwacht, werden die Geschwister in einen Machtkampf der Elfen gezogen. Hazel muss die Rolle annehmen, in die sie sich als Kind immer geträumt hat: als Ritter gegen ein dunkles Monster kämpfen





Von Holly Black hab ich schon einiges gelesen und war daher sehr gespannt wie mir ihr neues Werk gefallen wird. Das Cover finde ich unglaublich schön. Es harmonisiert in seinen Tönen und Darstellungen. Auch der Klappentext klingt sehr verheißungsvoll.

Dass dieses Buch die Meinungen der Leser spaltet, ist ja bekannt. Entweder man liebt es oder man hasst es -  bisher war ich das eher aus einem anderen Genre Bereich gewohnt. Holly Black hat einen sehr markanten Schreibstil – sehr kurz und prägnant und nicht so ausschweifend wie andere Autoren. Das Buch ist durchweg in einer düsteren Stimmung gehalten – welche sich im Setting und der Charaktere bemerkbar macht. Hier gibt es keine Kuschelelfen, sondern noch die guten alten sagenumwobenen bösen Elfen. Zudem viele gefährliche Kreaturen die im angrenzenden Wald hausen an welchem der Ort Fairfold grenzt. Der Ortsname allein klingt schon magisch. Hier wissen die Menschen allerdings um die Gefahren und haben gelernt, sich dagegen zu wehren und sich zu schützen.

Ben und Hazel sind spannende Charaktere. Hazel ist von allen männlichen Wesen fasziniert, die nicht bei 3 auf einem Baum sind und schafft es auch nicht sich ernster zu binden. Zudem hat sie ein tiefgründiges Geheimnis welches ihr sehr zu schaffen macht. Ben ist im Herzen ein kleiner Künstler und mir sehr sympathisch, auch wenn er mit Hazel bei den Jungs um die Wette buhlt. Auch Jack ist ein interessanter Zeitgenosse, der aufgrund seiner Abstammung ein Wechselbalg zu sein, es alles andere als einfach hat. Die beiden sind keine richtigen glänzenden Helden, aber vollziehen Ihre Rolle, die die Autorin ihnen angedacht hat, sehr gut.

Der elfische Prinz hingegen bleibt für mich in der ganzen Geschichte eher blass. Ich hab kein Zugang zu seinen Gefühlen und Handlungen gefunden und mir war nicht alles so klar, wie ich es gerne gehabt hätte. Trotzdem hat er sich gut in die Geschichte eingefügt.

Auch wenn für mich hier kein roter Faden zu erkennen war, denn oft liebe ich gerade das gradlinige an Geschichten, und es hier eher undurchsichtig erscheint, hat mir das Buch sehr gut gefallen. Auch die zeitlichen Sprünge fand ich eher interessant als störend, da sie den Spannungsbogen doch merklich aufrecht erhalten haben.

Das Ende hat mich zufriedengestellt auch wenn es anders ausfiel als ich erwartet hatte. Kurz gesagt: Ich war rundum zufrieden mit der Gesamtheit der Geschichte, ihrer Entwicklung, dem Setting und den Charakteren.





Eine düstere magische Welt voll spannender und interessanter Figuren. Wer hier eine weichgespülte Elfengeschichte erwartet, ist auf jedenfall verkehrt. Eher sind es die bösen hinterlisten sagenumwobenen Elfen und deren Monster die einen hier erwarten. Mir hat es wirklich gut gefallen und ich war restlos zufrieden. Klare Leseempfehlung von mir.






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