[Rezensionen] Company Town - Niemand ist mehr sicher von Madeline Ashby



Titel: Company Town -  Niemand ist mehr sicher
Autor: Madeline Ashby


Print: 21,00 €
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Arctis Verlag (13. Januar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3038800007
ISBN-13: 978-3038800002
Originaltitel: Company Town









Sie nennt sich New Arcadia - eine Stadt auf einer Ölplattform, die sich im Besitz der wohlhabenden Familie Lynch befindet. Die Leibwächterin Hwa ist eine der letzten rein organischen Menschen, aber nicht nur in dieser Hinsicht eine Außenseiterin. Als der jüngste Lynch-Sprössling Joel bedroht wird, und persönlichen Schutz benötigt, wendet sich die Familie an sie. Dann versetzt eine Mordserie die Bewohner der Insel in Angst und Spuren führen auch zu Hwa; nicht nur ihre Zukunft steht auf dem Spiel, sondern die der gesamten »Company Town«.




Das Cover ist faszinierend, voller Farbenpracht und doch so düster blickt es einem entgegen. Dazu natürlich die Bohrinsel auf der sich die Stadt New Arcadia befindet. Für mich ein durchweg gelungenes Cover, welches neugierig auf mehr macht. Zudem dieser spannende Klappentext, der mich persönlich, absolut begeisterte. Von der Autorin habe ich bisher noch kein Buch gelesen, somit war ich sehr gespannt auf dieses Werk.

Beim Lesen merkte man schnell, dass dieses Buch leicht dystopisch angehaucht ist. Da ich aber mit diesem Genre keinerlei Berührungsängste habe, ist dies für mich kein Nachteil. Im Gegenteil. Aus der Sicht der Leibwächterin Hwa bekommt man das ganze Geschehen mit. Man erfährt viel von Ihren Handlungen und kann um einiges besser verstehen, warum sie so handelt.  Auf die Umgebung wird wunderbar eingegangen, es war nicht zu bildlich aber doch so genau beschrieben, damit ich mir die Örtlichkeiten vor Augen halten konnte. Am Anfang war es für mich etwas schwer hineinzukommen, da man sich erst auf diese neue Welt einstellen musste. Viele fremde Begriffe drangen zu mir, die ich erst einmal gedanklich verstehen und nachvollziehen musste. Doch im Laufe der Geschichte spielt dies alles keine Rolle mehr.
Man ist so sehr in dem Buch drin, dass voller Staunen die Seiten nur so vor sich hinfliegen. Es ist absolut spannend und fesselnd geschrieben. Eine komplexe Story wie diese, so gut zu verpacken, das muss man auch erst einmal hinbekommen.

Hwa ist nicht nur eine Leibwächterin, sondern sie ist auch noch ein Unikat. Der letzte rein organische Mensch. Während alles um sie herum mit der Zeit geht und Implantate für die verschiedensten Dinge bekommen habe und selbst künstliche Intelligenz kein Zauberwort mehr ist, bleibt sie ihrer Natürlichkeit treu. Natürlich macht sie das auch irgendwie zu einer Außenseiterin, was aber nicht schlimm ist. Und wenn Gefahren da sind, ist Hwa die erste Ansprechpartnerin, wie im Fall des jungen Joel.

Das Buch strotzt vor überraschenden Wendungen und mit der Auflösung, wer der Böse ist, hätte ich jetzt so ehrlich gesagt nicht gerechnet. Trotzdem ist es für mich ein zufriedenstellendes Ende.



Ein dystopischer Thriller, der sich bis auf wenige Ausnahmen gut lesen lies. In manchen Passagen etwas zu technisch – was nicht jedermans Geschmack sein dürfte. Trotzdem konnte es mich persönlich überzeugen. 





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