[Rezension] Schneeweiße Rose: Ein Wintermärchen von Jennifer Alice Jager


derzeit 0,99 €
204 Seiten 
Self Publishing 
Autorin: Jennifer Alice Jager

 Frei nach dem bekannten Grimm'schen Märchen "Schneeweißchen & Rosenrot".

Seit dem Tod ihrer Mutter sind die Schwestern Snow und Rose auf sich allein gestellt. Gemeinsam führen sie ein bescheidenes Gasthaus an der Grenze zum verwunschenen Wald. Viele Gefahren drohen dort, doch die Schwestern konnten immer auf sich aufpassen. Bis sie eines Tages einem geheimnisvollen Fremden Obdach gewähren. Denn kaum, dass sich Snow und der junge Mann näher kommen, geraten die Schwestern mitten in den Kampf des Zwergenkönigs gegen die böse Fee des Waldes – ein Kampf um Liebe, für die Freiheit und um das Schicksal eines ganzen Königreichs.

 Schneeweiße Rose: Ein Wintermärchen hat die Autorin Jennifer Alice Jager als Self-Publisherin veröffentlich ohne einen Verlag im Hintergrund zu haben. Bereits die im Impress Verlag erschienen Märchenadaptionen haben mich durchweg überzeugt, daher war ich wirklich sehr sehr gespannt auf diese Geschichte.

Bei dem Titel kann sich jeder Märchenliebhaber bestimmt schon denken, worum es in Schneeweiße Rose gehen könnte. Grimm’s Märchen „Schneeweißchen & Rosenrot“, welches ich übrigens als Kind geliebt habe, war die „Vorlage“ für diese herausragende Geschichte.

Das Cover hat die Autorin selbst gestaltet und ich finde das ist ihr wirklich gelungen. Das rote Kleid welches bei diesem hellen sehr ansehlichen Hintergrund hervorsticht. Ein verträumt Blickendes Mädel – Schnee und im Hintergrund ist andeutungsweise ein Wald zuerkennen. Die Rose als
Ornament im Vordergrund rundet dieses Cover traumhaft ab.

Die Autorin ist ihrem Schreibstil treu geblieben. Somit ist ein Einstieg durch den locker leichten flüssigen Schreibstil mühelos. Zudem hat sie eine wunderbare Art bildliche Darstellungen zu schreiben, der eigenen Fantasy noch genug Raum zu  lassen und das ohne langatmig oder zu blumig zu werden.

Rose und ihre jüngere Schwester Snow sind schon sehr lange auf sich allein gestellt und durch Ihr Gasthaus verschiedensten Klientel ausgesetzt. Dadurch sind beide natürlich viel reifer als normale Kinder und das merkt man hier ganz klar. Das Augenmerk der Geschichte legt die Autorin ganz klar auf Snow, deren Weg man durch eine wechselnde Erzählperspektive bestens verfolgen kann. Snow, die ja gerade erst einmal 16 Jahre alt ist, besticht durch ihren reifen Gedankengang und ihren
Handlungen. Man merkt hier eindeutig wie das Leben sie geprägt haben. Trotzdem sind die beiden Geschwister in jeder Hinsicht authentisch. Sie wirken keinesfalls gestelzt oder „unecht“. Es könnte auch einfach ein Geschwisterpärchen von nebenan sein.

Auch bei dieser Geschichte ist es der Autorin gelungen von Anfang an einen Spannungsbogen aufzubauen und diesen über die gesamt Story hinweg zu halten. Keinesfalls ist sie vorhersehbar oder gar einfältig, denn durch interessante Wendungen im Geschehen konnte die Autorin mich das ein oder andere Mal verblüffen.

Auch mit dieser Märchenadaption ist der Autorin ein Meisterwerk gelungen. Sie schafft es einfach mich als Leser sofort in ihren Bann zu ziehen und nicht mehr loszulassen. Bisher ist Jennifer Alice Jager für mich die Königin der Märchenadaptionen. Absolute Leseempfehlung meinerseits, es lohnt sich wirklich !




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