[Rezension] Léon & Claire: Er trat aus den Schatten von Ulrike Schweikert


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Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: cbt (12. Dezember 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570164276
ISBN-13: 978-3570164273
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
 Paris hat eine dunkle Seite ...


Sie nennen sich selbst die Kämpfer der Schatten und haben der Stadt den Rücken gekehrt. Vom hellen Licht sind sie in das Reich der Dunkelheit hinabgestiegen, in die Katakomben tief unter Paris. Unter ihnen lebt Léon, der magische Fähigkeiten besitzt. Er allein weiß um die Macht des Meisters der Finsternis, dessen Ziel es ist, Paris zu vernichten. Als Léon eines Tages der schönen Claire das Leben rettet, ist es um sie beide geschehen. Léon nimmt Claire mit in seine düstere Welt; Licht und Schatten verbinden sich. Doch das Glück der beiden ist nicht nur dem attraktiven Adrien ein Dorn im Auge, der schon lange in Claire verliebt ist, sondern vor allem dem Meister der Finsternis selbst, der seine ganz eigenen Pläne mit Léon hat. Schon bald werden die beiden Liebenden zum Spielball dunkler Mächte.




Die Autorin Ulrike Schweikert ist mir bereits durch eine andere Reihe ein Begriff, welche ich vor einigen Jahren gelesen habe und schon sehr überzeugend fand. Daher war ich natürlich sehr auf Lèon & Claire gespannt, da ich auch Paris als Handlungsort immer sehr schwierig finde. Das Cover zu diesem Buch fand ich sehr anziehend – es versprach eine düstere Geschichte und laut Klappentext sogar ein Hauch von Romantik. 

Claire, muss mit Ihren 15 Jahren, gerade einen Kulturschock verarbeiten. Ein Umzug von „The Big Apple“ namens New York in die Stadt der Liebe. Das ist schon mal das eine extreme. Das andere extreme ist die naive Seite von Claire. Klar, man darf hier nicht vergessen dass sie erst 15 ist und zudem auch dieses Buch eher für Jugendlich geschrieben wurde. Aber Claire ist so dermaßen unvorsichtig und naiv und hat dazu einen Sprachjargon – der so gar nicht zu ihr passt. Ich bin leider kaum mit Ihr warm geworden. Ich fand sie absolut anstrengend. 

Während man zu Claire eine positive oder negative Einstellung aufbauen konnte, war Leon für mich unsichtbar. Die Autorin hat sich so viel Mühe gegeben, das zu verschleiern was Leon verkörpert, das er absolut ins Hintertreffen gerät. Natürlich spielt er eine tragende  Rolle, aber Leon ist einfach unnahbar und undurchschaubar. Für mich als Charakter nicht greifbar. Schade eigentlich.

Das Setting „Paris“ ist hier wunderbar gewählt und beschrieben worden. Ich habe auch von der Autorin nichts anderes erwartet, da Ihre Recherchearbeit bereits in den anderen Romanen durchweg positiv war. Sie hat es geschafft Paris in ein düsteres Umfeld zu tauchen und die Spannung in der Geschichte aufzubauen. Durch ihre sehr bildhafte und detailreichen Formulieren sowie ausführlichen Beschreibungen von historischen Details wurde es mir stellenweise leider zu langatmig. Die Spannung blieb aber ich blieb nicht bei der Stange und hab manche Passagen einfach nur quer gelesen.




Da dies ein Auftakt war und eine Fortsetzung in Sicht ist – bin ich auf die Entwicklung der Story, der Autorin und der Charaktere gespannt und gib dem ganzen durchaus eine weitere Chance. 





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