04 August 2016

[Rezension] Kolibriküsse von Barbara Schinko


eBook: 3,99 €

208 Seiten

Impress Verlag

erschienen am 04. August 2016






Vielen Dank an den Impress Verlag für das Rezensionsebook !!! 



**Ein romantischer Sommer in der sengenden Hitze Indianas**

Weil ihre Mutter mal wieder auf einem Selbstfindungstrip ist, muss Kenzie für die letzten beiden Schuljahre zu ihrer Schwester ziehen. Das einzig Gute daran: die Autopanne kurz vor dem Ziel, die Kenzie in der sengenden Hitze Indianas eine Begegnung mit dem attraktiven Josh beschert. Kenzie verliebt sich Hals über Kopf in den heißen Farmboy mit den zerzausten Haaren und den kolibrigrünen Augen. Doch obwohl Josh ihre Gefühle scheinbar erwidert, weicht er ihren Flirtversuchen immer wieder aus. Als Kenzie sein Verhalten verstehen will, stößt sie auf ein gefährliches Geheimnis, das plötzlich ein ganz anderes Licht auf Josh wirft…


 

Die Autorin selbst war mir vorher leider kein Begriff. Allerdings hab ich Kolibriküsse in der Vorschau gesehen und aufgrund des Klappentextes quasi direkt verliebt. Es hörte sich im Großen und Ganzen absolut stimmig an, zudem ist dieses Cover so wunderschön farbenfroh und liebevoll dargestellt. Ich musste es einfach lesen.

Der Einstieg gelang recht einfach. Die Autorin verwendet im ganzen Buch eine sehr einfache jugendliche Sprache. Dadurch wirkt der Schreibstil locker und leicht. Die Kapitel sind wunderbar voneinander deutlich abgetrennt, verdeutlicht werden diese hier durch einen Kolibri der direkt über jedem Kapitel schwebt. Die Umsetzung hier finde ich passend und harmonisch.

Doch jetzt kommt das große ABER.

Mein Manko war Kenzie. Ich bin bis zum Ende des Buches nur genervt von ihr gewesen. Ich finde sie dermaßen unsympathisch, dass mir dadurch das ganze Buch verhagelt wurde. Ihre Art ist einfach anstrengend. Ihr fehlt der mangelnde Respekt vor fremden Eigentum, sie ist aufdringlich und penetrant. Nach Ihrem Neustart in einem verhassten Land, einer verhassten Stadt und einer verhassten Familie – so kam es zumindestens bei mir an, versucht Kenzie Anschluss zu finden. Natürlich stellt sich so etwas nicht einfach dar und es ist immer schwierig, wenn man neu ist, zurecht zu  kommen. Trotzdem kann man sich einfach nicht so benehmen. Ihrem Retter möchte Sie das Leben leichter machen, dazu gehört scheinbar das sie ihn auf Schritt und Tritt verfolgt – fast stalkt und zudem in seiner Abwesenheit einfach in sein Haus stiefelt und alle Räume absucht. Hallo – hat die keine Kinderstube genossen? Selbst wenn die Haustür nicht abgeschlossen ist, geht man doch nicht in das Haus und durchsucht alle Räume. Nein – Kenzie war definitiv ein Charakter mit dem ich nicht warm geworden bin.

Der Mensch der Begierde „Josh“ hingegen, war eine Augenweide. Ich fand ihn gutmütig, sympathisch und hilfsbereit. Er wirkte wie jemand, der mit beiden Beinen im Leben steht und auch etwas aus sich machen will. Er ist auch kein Machokerl – wie es ja häufig eher der Fall ist. Nein einfach ein liebenswerter Junge vom Land. Selbst als Kenzie sein Haus durchsucht – bleibt er höflich. Er geht sogar stattdessen noch auf Ihre Advancen ein. Ich weiß dass die Autorin hier eine Liebesgeschichte darstellen wollte, leider fehlt hier das Knistern. Ich hatte immer mehr das Gefühl das Josh einfach alles über sich ergehen lässt und mitspielt damit er seine Ruhe hat. Während Kenzie wie von Sinnen ist und sich bei Ihr alles um Josh dreht und man den Funke spürt – hat Josh das für mich nicht transportiert.

Während ich mich leider wirklich ¾ des Buches gequält habe, wurde die Geschichte zum Ende hin sogar wirklich richtig spannend. Ab da hatte es mich zumindestens in der Hinsicht eingenommen, da ich wissen wollte was jetzt genau da vorgeht.
Die Geschichte bzw. die Idee hinter diesem Buch ist verständlich und schön. Eine Liebesgeschichte in einer romantischen hinterwäldlerischen Idylle, mit Spannungsmomenten.
Zum Ende hin wurden hier sogar Wendungen im Verlauf der Story vorgenommen – die für mich auch nicht ersichtlich waren. Trotzdem hapert es für mich hier an der Umsetzung, da der Hauptkern – die Liebesgeschichte zwischen Josh und Kenzie – bei mir einfach nicht ankam.  Leider hat die Umsetzung hier nicht ausgereicht – damit es bei mir als Leserin ankam.

Der fehlende Funke und eine mega unsympathische Hauptprotagonisten machen hier leider viel aus.




Trotz meines vielleicht etwas niederschmetternden Resume, würde ich weiter Bücher von dieser Autorin lesen. Sie hat einfach einen klasse Schreibstil und tolle Idee. Und es muss ja auch nicht jeder meinen Geschmack haben. Es kann euch ja auch Gefallen.




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