05 Februar 2016

[Rezension] Wo du auch bist von Kerstin Bätz





Preis: 9,99 € (ebook 4,99 €)


Taschenbuch: 418 Seiten


Verlag: Amazon Publishing (18. August 2015) 


Sprache: Deutsch 


ISBN-10: 1503950018 


ISBN-13: 978-1503950016




Vielen Dank an die liebe Kerstin für das wunderbare Rezensionsexemplar!  




Die Historikerin Sonja ist auf der Flucht. Vor ihrem alten Leben und ihrem gewalttätigen Mann Kai. Mit Hilfe eines alten Freundes reist sie in die Beelitz-Heilstätten südlich von Berlin, um dort als Archivarin ein neues Leben anzufangen. Sie schöpft neue Hoffnung, als sie den Fotografen Jan kennenlernt. Doch mit jedem Tag werden ihr die Ruinen der ehemaligen Lungenheilanstalt unheimlicher. Um sie herum werden die Schatten tiefer und die Tage dunkler. Sonja fühlt sich beobachtet. Weil sie weiß, dass jemand sie verfolgt. Jemand, der sie gut zu kennen scheint … aber kann sie ihrem Verstand noch trauen?




Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar erhalten und bekam es liebevoller Weise als Print nach Hause geschickt. Alleine das anfassen des Buches ist ein einziger Traum – total samtig und weich liegt es in der Hand. Dazu ein sehr schaurig gehaltenes Cover, was in meinen Augen ganz wunderbar zum Inhalt passt.

Die Autorin hat sich die Beelitzer Heilstätten als Handlungsort ausgesucht und hat dieses mit ihrer bildlichen Schreibweise auch wunderbar beschrieben. Durch Sonjas Arbeit, immerhin ist sie eine Historikerin und verwaltet das Archiv, erhält man dazu noch Rückblicke auf ein anderes Leben – das von Alexander und Karla, welches im zweiten Weltkrieg stattfindet. Es ist eine interessante Abwechslung.

Durch die Arbeit findet Sonja in ihr altes Ich zurück – da Ihre Freunde ihr zur Flucht vor Ihrem gewalttätigen Ehemann verhalfen. Und was machen solche Ehemänner? Genau, sie schwören auf alles was ihnen heilig ist, sie überall zu finden. Trotz aller Vorsicht mit der Sonja ihren Tag gestaltet, wird sie dieses Gefühl nicht los, beobachtet zu werden. Sie fühlt sich verfolgt und hört Stimmen und kann dies alles nicht einordnen. Ist es Einbildung? Ist es Wirklichkeit?
Aber Sonja schafft es zu kämpfen und verbringt ihren Alltag trotzdem unter Menschen und lernt somit auch Jan kennen und lieben.
Diese Liebesgeschichte lockert alles düstere drum herum sehr auf, was mir gut gefallen hat. Ich finde es wunderbar wie sich Sonja wieder auf einen Mann und generell Menschen einlassen kann obwohl sie solche schlechten Erfahrungen gesammelt hat und ich finde es auf eine Art sogar sehr plausibel.

Dieser Roman zeugt von einem stetigen Spannungsbogen, was durch eine flüssige Schreibweise abgerundet wird. Eine Auflösung erfolgt zum Glück zum Schluss und endet ohne fiese Cliffhanger bzw. ohne ein offenes Ende.




Ein wirklich spannender Roman der mich das ein oder mal grübeln lies ob alles Einbildung oder Wirklichkeit ist. Mich hat es überzeugt und ich hab es gerne gelesen. 


Bewertung:









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